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Montag, 10. Januar 2011

Eine Tüte für einen Euro | Systematischer Irrsinn der Tafeln?


Fast Ende 2010, das 21. Jahrhundert (!), und die Menschenverachtung in der Republik wird immer schlimmer.

Um über den Monat zu kommen, geht sie einmal in der Woche mit ihren Kindern zu "Laib und Seele", bekommt für den symbolischen "einen Euro" Brot, Obst und Gemüse für die Familie. Sie gehört zu den vermeintlichen Verlierern der Gesellschaft, die ohne Teilhabe am Aufschwung sind.

"Laib und Seele", die gemeinsame Aktion der Berliner Tafel, der Kirchen und des RBB wurde 2005 gestartet und ist eine ungewöhnliche Erfolgsgeschichte mit einem zugleich erschreckend ungewöhnlichen Verlauf.

Lebensmittel vom Überfluss der Gesellschaft werden derzeit nahezu flächendeckend in 45 Berliner Ausgabestellen in Berlin an Einkommensschwache verteilt: an Arbeitslose, Jugendliche, Rentner, Familien, Alleinstehende, an Menschen mitten unter uns.

Insgesamt kommen pro Monat über 45.000 Menschen in die Ausgabenstellen in den Kirchengemeinden, darunter ein Drittel Kinder und Jugendliche. "Laib und Seele" setzt ein Zeichen der Solidarität.

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