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Montag, 31. Januar 2011

Hinzuverdienstpläne zeigen Scheitern der Rente 67

Zu den Plänen der Bundesregierung, die Hinzuverdienstgrenzen für Frührentner zu erhöhen, sagte DGB-Vorstandsmitglied Annelie Buntenbach am Montag in Berlin: „Die Pläne zur drastischen Erhöhung der Hinzuverdienstgrenze für Frührentner sind der völlig falsche Ansatz gegen die drohende Altersarmut und lösen kein einziges Problem, das mit der Rente mit 67 für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer verbunden ist. Die Pläne sind ein Eingeständnis der Bundesregierung, dass viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer gezwungen sind, frühzeitig in Rente zu gehen. Die Tatsache, dass sich die Koalition offenbar mit der unfreiwilligen Frühverrentung abfindet, steht jedoch in einem krassen Widerspruch zum sturen Festhalten an der Rente mit 67.

Wir fordern die Union und FDP auf, die Rente mit 67 zu stoppen und die Grundlagen zu verbessern,...
weiterlesen: http://www.gegen-hartz.de/nachrichtenueberhartziv/hinzuverdienstplaene-zeigen-scheitern-der-rente-67232.php

 dass die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer eine echte Chance bekommen, bis 65 in regulärer Beschäftigung bleiben zu können. Die Zuverdienstregeln dürfen nicht unverantwortlich ausgedehnt werden. Das Versprechen der Koalition, die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer könnten sich die Rentenkürzungen und zusätzlichen Abschläge durch die Rente mit 67 mit Hinzuverdiensten ausgleichen, ist purer Zynismus.

Frühverrentung ist kein Luxus für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, sondern eine bittere Folge von gesundheitlichen Problemen am Arbeitsplatz oder Langzeitarbeitslosigkeit. Aktuell haben nur 9,2 Prozent der 63-Jährigen die Möglichkeit, in einem Vollzeitjob zu arbeiten. Selbst eine sozialversicherungspflichtige Teilzeitbeschäftigung schaffen nur vier Prozent. Die Erhöhung der Hinzuverdienstgrenzen ist kein Lösungsansatz, um die miserable Arbeitsmarktsituation der Älteren zu verbessern. Die Koalition würde hingegen die Gefahr verschärfen, dass die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in hohe, lebenslang wirkende Rentenabschläge und damit in die Altersarmut getrieben werden.“ (pm, 31.01.2011)

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