Arbeitsamt-TV.de  Das ultimative ArbeitslosenKino  
Lustige, gruselige und tröstliche Tonfilme aus der Arbeits(losen)welt

Jobcenter Bibliothek

Mittwoch, 23. Mai 2012

Jobcenter-Odenwald: Mit dem Kind in die Ausbildung

www.wnoz.de: Weinheimer Nachrichten / Odenwälder Zeitung -:

Jobcenter-Odenwald.de
"MÖRLENBACH/ODENWALD. Der Bedarf hat sich bei der Durchführung der Kurse für bessere Vermittlungschancen für Jugendliche und Erwachsene am Standort Jobcenter Mörlenbach ergeben. Seit September 2011 ist daraus ein neues Kursangebot der Merkur-Schule entstanden, das die Klientel der jungen alleinerziehenden Mütter anspricht."

Das Angebot des Eigenbetriebes "Neue Wege" in Zusammenarbeit mit der Merkur-Schule heißt schlichtweg "MiKA" und bedeutet: "Mit Kind in Ausbildung". Der Sozialdezernent des Kreises, Thomas Metz, und der Erste Betriebsleiter von "Neue Wege", Stefan Rechmann, statteten gestern dem Standort Mörlenbach einen Besuch ab, um sich über den Stand der Dinge und die Erfolgsaussichten für die Klientel zu informieren.

Kurze Wege zu Neue Wege
Im Gebäude Nibelungen-Center in der Weinheimer Straße 50 befindet sich...


zum einen das Job-Center mit der Regionalleiterin Sabine Linnert und zum anderen die Merkur-Schule mit der Schulleiterin Elke Kuhne: eine räumliche Nähe, die wegen der "kurzen Wege" von beiden Seiten als positiv erachtet wird.

Grundsätzlich bezeichnet Metz die Entscheidung des Kreises für eine Optionskommune mit den vier dezentralen Jobcentern Viernheim, Bürstadt, Heppenheim und Mörlenbach als richtig: "Unsere Aufgabe ist die Bekämpfung von Langzeitarbeitslosigkeit". Seit Jahren verbesserte Zahlen geben ihm dabei Recht: "Wir liegen im Kreis unter dem Bundes- und dem Landesdurchschnitt. Aber noch zu viele Menschen sind ohne Arbeit", stellt er klar, dass längst noch kein Anlass gegeben ist, sich auf Zwischenerfolgen auszuruhen.
Schulleiterin Elke Kuhne stellte das Projekt "MiKA", das im Gegensatz zu anderen Angeboten vom Ausbildungsbudget des Landes Hessen gefördert wird, en detail vor. Zehn Plätze stehen zur Verfügung: "Ziel ist, den Teilnehmenden hinsichtlich ihrer Berufswahl und bei der Entwicklung einer beruflichen Perspektive beratend und orientierend zur Seite zu stehen und sie gleichzeitig bei der Klärung und Organisation ihrer häuslichen und familiären Situation ganzheitlich zu unterstützen", bringt es Kuhne auf den Punkt.
Neben den jungen Müttern befindet sich im aktuellen Kurs auch ein junger Vater. Die Zielvorgaben sind klar, betont Rechmann: "Es gilt, allen jungen Müttern und dem jungen Herrn einen Ausbildungsplatz zu besorgen." Dazu sind die Beteiligten auch auf die Offenheit und die Akzeptanz für die besondere Situation von Alleinerziehenden in der Geschäftswelt und bei den Gewerbetreibenden im Odenwald angewiesen. Hierzu pflegt die Projektleiterin Elisabeth Schneider Kontakte, führt zahlreiche Gespräche.
Metz erachtet "MiKA" als einen Baustein neben den Angeboten des Kreises und des Eigenbetriebes Neue Wege wie die Einrichtung der "SchuB-Klassen", die individuelle Betreuung für Schulabbrecher, die Berufsberatung der Agentur und das Coaching-Angebot. Rechmann bilanziert: "Im Moment haben wir null unversorgte Bewerber." Die Statistik unterstreicht dies: Gab es kreisweit im Jahr 2006 noch mehr als1000 Empfänger nach dem Sozialgesetzbuch II unter 25 Jahren, so ist die Zahl in diesem Jahr auf 133 gesunken. Der Schwerpunkt der Arbeit bei "MiKA" fokussiert sich auf Einzelcoaching, um individuelle Lösungsmuster für den Einzelnen zu erarbeiten.
Verschiedene Berufsfelder
Die Teilnehmer haben die Möglichkeit, in verschiedenen Berufsfeldern Kurzpraktika zu absolvieren. Wichtig ist den Beteiligten die Nachricht, dass die Teilnehmenden auch über den Zeitpunkt der Ausbildungs- und Arbeitsaufnahme hinaus betreut werden: "Die Mitarbeiter der Merkur-Schule stehen als Ansprechpartner und Mittler für zwei weitere Jahre für Teilnehmende und die jeweiligen Kooperationsbetriebe zur Verfügung." Die bisher von den Absolventen ins Auge gefassten Berufsfelder reichen von Altenpflege bis zum Verkauf. Einige befinden sich auch noch in der Orientierungsphase. Elke Kuhne drückt es so aus: "Es gilt, den Berufswunsch mit den Möglichkeiten in Einklang zu bringen." mk
Artikel vom: 23.05.2012

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen