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Montag, 24. September 2012

Konsumglück - Ängste um materielle Güter

Illusion vom Glück - Ängste um materielle Güter - YouTube:

"Das zentrale Problem für die gegenwärtige Konsumgesellschaft sehe ich nicht in der Psychologie, sondern in der Ökonomie", sagt Dr. Wolfgang Schmidbauer.

Die Bundesbürger machten sich die Illusion, dass Glück käuflich zu erwerben sei. "Je mehr ich habe, desto mehr kann ich auch verlieren", so Schmidbauer. "Umso mehr Angst muss ich haben, dass ich etwas verliere und desto kränkender ist es, wenn ich das alles nicht zusammen halten kann." Dies zeige sich seit 2002 in den Umfragen: Die Bevölkerung sagt, sie habe Angst, so der Münchner Psychotherapeut.



Nur 15 Prozent der Deutschen würden ihren Arbeitsplatz bei einem plötzlichen Reichtum aufgeben, wie eine repräsentative Umfrage der Meinungsforscher von Emnid ergab. "Wir wissen aus vielen Untersuchungen, dass Arbeit nicht nur wichtig ist, um materiell abgesichert zu sein, sondern auch, um dem Tag Struktur zu geben und um soziale Beziehungen über die Familie hinaus zu etablieren", sagt der Frankfurter Psychologe Johannes Ullrich.

"Lottogewinner werden aus dem harmlosen...
No-Name-Dasein katapultiert auf den Status einer Geldgröße", sagt Glücksforscher Stephan Lermer. "Das können viele nicht verkraften. Das ist vergleichbar mit Prominenten, die aufgrund eines nicht bewältigten schnellen Erfolges in die Depression abrutschen."

Alkohol, Partys, schöne Frauen und ein Erbstreit
Der wohl prominenteste Fall eines glücklosen Glückspilzes aus Deutschland ist "Lotto-Lothar". Der arbeitslose Mann aus Hannover gewann 1994 zwei Millionen Euro. Er kaufte einen Lamborghini und widmete sich dann vor allem Alkohol, Partys und schönen Frauen. Nur fünf Jahre nach seinem Millionengewinn war "Lotto-Lothar" tot. Witwe und Freundin stritten lange um sein Erbe.

Fast alle Deutschen würden schon von vornherein einen plötzlichen Reichtum mit der Familie teilen wollen, beteuern sie in der Umfrage. In großem Abstand folgen mit 41 Prozent Freunde. Immerhin: 87 Prozent wollen einen Teil für einen guten Zweck spenden. Und da sind sich die meisten Forscher einig: Teilen macht glücklich. 


Quelle: "Glück konsumieren" Deutsche stillen Ängste mit materiellen Gütern
http://www.3sat.de/mediathek/?display=1&mode=play&obj=31349


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