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Samstag, 2. März 2013

Ortstermin mit der Armut

| Echo Online - Nachrichten aus Südhessen:

Kreistour – Bei seiner Rundreise besucht Landrat Klaus Peter Schellhaas die Tafel in Dieburg – Werbung um Spenden
Seit sieben Jahren gibt es die Dieburger Tafel. Sie zählt inzwischen rund 2700 Kunden. Foto: Klaus Holdefehr
| | Seit sieben Jahren gibt es die Dieburger Tafel. 
Sie zählt inzwischen rund 2700 Kunden. 
Foto: Klaus Holdefehr

Armut ist gesellschaftliche Realität
„Eine Realität, die schlicht traurig ist“.


[...] Wäre Landrat Klaus Peter Schellhaas ein klein wenig früher gekommen, hätte er zur Öffnung der Ladentüren in der Industriestraße die nicht eben kleine Gruppe bedürftiger Menschen gesehen, die auf Einlass warteten.
 
[...] Ein älterer Kunde sagt: „Ich bin Hartz-IV-Empfänger, und das Geld reicht nicht einmal zum Einkauf beim Discounter. Da kann man froh sein, dass die Tafel da ist. Ich darf als Ein-Personen-Haushalt drei Mal die Woche hier einkaufen und ich bin hier Kunde, seit die Tafel aufgemacht hat. Ohne die Tafel käme man mit dem Geld nicht über die Runden.“ Und eine Frau mit slawischem Akzent berichtet: „Ich und meine Familie Empfänger von Hartz IV. Sind vor 18 Jahren aus Russland gekommen, aber ich in meinem Alter von 63 Jahren kann nicht mehr finden Arbeit. Tafel ist große Hilfe für mich und meine Familie, denn von Geld bleibt nicht viel übrig.“


[...] „Die Gesellschaft entwickelt sich auseinander. Das ist besorgniserregend.“ Besonders erwähnt er in diesem Zusammenhang die Menschen, die einer Beschäftigung nachgehen und ihr Einkommen trotzdem bei der Kreisagentur aufstocken lassen müssen, um über die Runde zu kommen.


[...] Landrat Schellhaas interessiert sich bei seinem Besuch auch für Möglichkeiten konkreter Unterstützung. „Spenden“, sagt Luetz und „ein Auto“, was den Landrat kurz schlucken lässt. Um so mehr freut es ihn zu hören, dass die Sparkasse Dieburg zu einem der beiden Kühltransporter 10 000 Euro beigetragen hat. Zum Abschied verspricht Schellhaas, am Abend vor der IGD mit dem Zaunpfahl nach weiteren Spenden zu winken.


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