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Freitag, 2. August 2013

Die frisierte Arbeitslosenquote

Die frisierte Arbeitslosenquote:
Arbeitslosenzahl
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Manipulierte Statistik - Arbeitslosigkeit ist politisches Werkzeug
Die Arbeitslosenquote ist beeinflussbar, Statistiken lassen sich immer neu berechnen und interpretieren.dpa


[...] Jeder rechnet anders

Die Definition für Arbeitslosigkeit und die Aufdröselung in den Tabellen ist ein politisches Werkzeug: Je weniger Arbeitslose, desto besser für die amtierende Regierung. Jede Kriterienänderung hat Auswirkungen, zum Beispiel konnten bis 2004 Teilnehmer in Maßnahmen noch als arbeitslos gezählt werden. Menschen, die mindestens 58 Jahre alt waren und kein Jobangebot hatten, konnten bis 2007 vorzeitig in Rente gehen - und verschwanden damit aus der Statistik.

»Die Kriterien müssen einheitlich bleiben, damit die Zahlen vergleichbar sind«, fordert Sabine Reiner, Leiterin der wirtschaftspolitischen Abteilung bei der Gewerkschaft Verdi in Berlin. Was einen Überblick zum Arbeitsmarkt außerdem schwierig macht: Jedes Institut, das sich mit dem Arbeitsmarkt beschäftigt, berechnet die Zahlen anders, zieht individuelle Kriterien heran.

Die aktuelle Bezugsgröße der Arbeitslosenquote ist in der Regel die Zahl der »zivilen Erwerbspersonen«: Dazu zählen nicht nur die sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten, sondern auch Selbstständige und Familienangehörige, die im Familienbetrieb in der Landwirtschaft mithelfen. Je größer der Personenkreis, auf den sich die Arbeitslosenquote bezieht, desto kleiner die Quote. »Die Lobhudelei über tolle Statistiken sagt nichts über die Qualität der Arbeitsplätze aus«, kritisiert Sabine Reiner. Es gebe heute verstärkt prekäre Beschäftigungsverhältnisse, was sich aus den Zahlen nicht ablesen lasse.

Auch hinsichtlich der offenen Stellen, die die Agentur angibt, lässt sich nicht erkennen, wie viele Vakanzen es tatsächlich gibt: Es werden nur die Jobs dargestellt, die die Betriebe freiwillig melden. In Zeiten von Onlinestellenbörsen haben Unternehmen alternative Ausschreibungswege. Wolfgang Giegerich, Pressesprecher der Agentur für Arbeit in Aschaffenburg, weiß das: »Wir sind nur eine von vielen Rekrutierungsstellen.« Das eigene Potenzial in diesem Bereich sei bei kleinen und mittelständischen Unternehmen in unserer Region noch nicht ausgeschöpft.  ... [weiterlesen @ http://www.main-netz.de/]

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