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Montag, 12. Juni 2017

Hartz IV: Zweifelhafte Methoden der Jobcenter

Hartz IV: Zweifelhafte Methoden der Jobcenter:

Eigeninitiative offenbar unerwünscht

Kürzlich erhielten wir ein Schreiben eines Hartz IV Beziehers, der sich auf mehrere Stellen beworben hatte, jedoch nur Absagen bekam. Ehe er die Absagen bekam, war er bei seinem Sachbearbeiter im Jobcenter und legte die Bewerbungsnachweise vor, um die Bewerbungskosten zurück erstattet zu bekommen. Doch das stellte sich als Fehler heraus: Als die Absagen kamen, telefonierte er gleich mit den Arbeitgebern dieser Firmen, und fragte worauf sich die Absagen begründen. Dabei erfuhr er, dass der Arbeitsvermittler diese Firmen angerufen hatte und ihnen mitteilte, dass der Bewerber nicht die Fähigkeiten und Fertigkeiten zu diesem Tätigkeiten erfülle und schon über 2 Jahre arbeitslos wäre. Er hätte sich angeblich nur beworben, um aus Hartz IV heraus zukommen.

Der Betroffene hatte die 4 Arbeitsstellen sich selbst aus dem Internet gesucht, die dafür erforderlich Unterlagen und Zeugnisse eingereicht, an die Firmen gesendet und sollte sogar zum Vorstellungsgespräch eingeladen werden. Solche Machtspielchen treiben die Arbeitslosenverfolgungsbehörden massenhaft, da sich viele Arbeitslose selbst um Arbeitsstellen bemühen und keine Tätigkeitsformate von der Arbeitslosenverfolgungsbehörde annehmen, welche die Jobcenter meist nicht akzeptieren, da sie nicht selbst die Arbeitslosen in irgendwelche Niedriglohnsektoren verheizen konnten.

Es ist manchen Sachbearbeitern offenbar auch egal, ob sie den Datenschutz bzw. den Persönlichkeitsschutz damit verletzen. Ihre Machtspielchen treiben sehr große Blüten, die von den Geschäftsführern noch unterstützt und durch Prämien honoriert werden.