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Samstag, 30. März 2013

Lisa Fitz - Armut hat viele Gesichter...

Ein Lied über die neue Armut




NDR - Intensiv-Station - Die Satire-Show vom 29.03.2013.
"Armut hat viele Gesichter, nur eines nicht: von Merkel das coole Gesicht." Lisa Fitz serviert einen bissigen Weckruf für alle Politiker, die sich längst vom Volk entfernt haben.

Donnerstag, 28. März 2013

Vorwärts in die Vergangenheit – Gerhard Schröders „Agenda 2010“ – Blaupause für eine unsolidarische Gesellschaft

Vorwärts in die Vergangenheit – Gerhard Schröders „Agenda 2010“ – Blaupause für eine unsolidarische Gesellschaft:


Hartz IV als Herzstück der Agenda 2010
[...] Schröders “Agenda”-Rede flankierte das für seine Regierung zentrale Gesetzgebungsverfahren zur Reform des Arbeitsmarktes. “Hartz IV” ist neben der “Agenda 2010″ die bekannteste Chiffre für den tiefsten Einschnitt in das deutsche Sozialmodell seit 1945. Während die nach dem damaligen VW-Manager Peter Hartz benannte Kommission “Moderne Dienstleistungen am Arbeitsmarkt” in ihrem Abschlussbericht die Höhe des geplanten Arbeitslosengeldes II offen gelassen hatte, legte sich Bundeskanzler Schröder in seiner “Agenda”-Rede erstmals fest. Er sagte, man müsse die Zuständigkeiten und Leistungen für Erwerbslose in einer Hand vereinigen, um die Chancen derjenigen zu erhöhen, die nicht nur arbeiten könnten, sondern auch wirklich wollten: “Das ist der Grund, warum wir die Arbeitslosen- und Sozialhilfe zusammenlegen werden, und zwar einheitlich auf einer Höhe – auch das gilt es auszusprechen –, die in der Regel dem Niveau der Sozialhilfe entsprechen wird.” Hiermit schob der Bundeskanzler den Erwerbslosen die Schuld an ihrem Schicksal zu und machte sich offenbar die Stammtischweisheit zu Eigen, wonach man die Arbeitslosenunterstützung nur auf das soziokulturelle Existenzminimum senken muss, um die Betroffenen zur Annahme einer Stelle zu zwingen. Gleichzeitig brach er das Wahlversprechen der SPD, die Arbeitslosenunterstützung nicht auf die Höhe der Fürsorgeleistung herabzudrücken.
Die von Schröder in seiner “Agenda”-Rede hoffähig gemachte Sprachregelung, es handle sich bei Hartz IV um eine “Zusammenlegung” von Arbeitslosen- und Sozialhilfe, ist verharmlosend, beschönigend und beschwichtigend. Mit der Arbeitslosenhilfe wurde nämlich zum ersten Mal nach dem Zweiten Weltkrieg in Deutschland eine für Millionen Menschen existenziell wichtige Sozialleistung abgeschafft. Das als Ersatz eingeführte Arbeitslosengeld II orientiert sich nicht mehr am früheren Nettoverdienst eines Langzeitarbeitslosen, sondern lässt selbst Facharbeiter und Ingenieure, die nicht sofort eine neue Stelle finden, nach einer kurzen Schonfrist auf das Fürsorgeniveau abstürzen.
Armut, in der Bundesrepublik lange Zeit eher ein Rand(gruppen)phänomen, drang durch Hartz IV zur gesellschaftlichen Mitte vor, weil dieses Gesetz mit dem Prinzip der Lebensstandardsicherung brach, das den deutschen Sozialstaat bis dahin ausgezeichnet hatte. Die teils drastischen Leistungskürzungen sowie verschärfte Zumutbarkeitsklauseln nötigen Menschen, ihre Arbeitskraft zu Dumpingpreisen zu verkaufen. 
Was Gerhard Schröder euphemistisch als “gesellschaftliche Modernisierung” bezeichnete, lief auf einen Rückfall in mittelalterliche Frondienste (Einführung der sog. 1-Euro-Jobs) und eine...  weiterlesen: http://www.facebook.com/notes/spdodenwaldtv/vorw%C3%A4rts-in-die-vergangenheit-gerhard-schr%C3%B6ders-agenda-2010-blaupause-f%C3%BCr-eine-u/554503671250677


Sonntag, 24. März 2013

Gibt es den Sozialfaschismus?

Propagandaphrase im Dienste von Hartz-IV:

PROPAGANDAPHRASE IM DIENSTE VON HARTZ-IV


„Deutschland“ – ein Rauswurf-Begriff: Zu einer bestimmten Propagandaphrase im Dienste von Hartz-IV von Holdger Platta

Manchmal, so scheint mir, muß man heute bereits Klitzekleinigkeiten aufgreifen, um Ungeheures zu zeigen, Bagatellen, die deshalb so furchtbar sind, weil sie zwar einerseits ganz leise daherkommen und ihre Bösartigkeit eher verstecken, zum anderen aber diese Bösartigkeit, die im Großen & Ganzen die Herrschaft anzutreten beginnt, im vollen Maße auch signalisieren. Sie wären dann Nebensächlichkeiten, die von einer Hauptsache erzählen. Wovon ich spreche?

Nun, vor zwei, drei Tagen stieß ich in der „Hessisch-Niedersächsischen Allgemeinen (HNA)“ unter der an jedem Samstag erscheinenden Rubrik „Gewinner und Verlierer der Woche“ auf die folgende Lobhudelei. Es ging um Gerhard Schröder, einen der drei „Gewinner“ der vergangenen Woche, wie die HNA uns LeserInnen verriet:

"Gerhardt Schröder. Bejubelt wegen Agenda
Da wird ein Redner von der SPD-Bundesfraktion bejubelt. Aber es ist nicht Kanzlerkandidat Peer Steinbrück, nein, es ist Ex-Kanzler Gerhard Schröder. Und der Schwerpunkt seines Besuchs liegt ausgerechnet auf jenem Thema, das Schröder vor zehn Jahren viele Gegner aus den eigenen Reihen bescherte – die Agenda 2010. 
Deutschland geht es gut, auch wenn es nicht allen Deutschen gut geht. 
Die da jubelten, dachten an Deutschland.“

Ich weiß, im folgenden Text werde ich bei manchen Lesern den Eindruck erwecken, es handele sich um nichts anderes als...

Mittwoch, 20. März 2013

Was ist aus ehemaligen Hartz-IV-Empfängern geworden? Aufstocker!


[...] Frau Maischberger hatte eine interessante Idee. Was ist aus jenen Menschen geworden, die Hartz IV beziehen und schon einmal in ihre früheren Sendungen eingeladen worden waren?

[...] Im Mittelpunkt stand die Familie von Andreas und Mandy Weigl aus Berlin. Im Jahr 2009 noch mit sieben, inzwischen mit acht Kindern, dokumentierten sie, was eine moderne und kompetente Arbeitsmarktpolitik zu leisten vermag. Sie waren das klassische Beispiel für jene Politik, die mit der „Agenda 2010“ verändert werden sollte: Menschen ohne Qualifikation und mit dem sogenannten Arbeitsmarkt-Hemmnis namens Kinder sollte der Zugang in Beschäftigung ermöglicht werden.

[...] Ist es wirklich der Standard in der deutschen Arbeitsmarktpolitik, kostenintensive Qualifizierungsmaßnahmen ... zu bewilligen?

Bundesagentur für Arbeit - Heinrich Alt
Wie vertragen sich die Zumutbarkeitsregelungen
mit dem Bedürfnis nach befriedigender Arbeit?
Heinrich Alt, Vorstandsmitglied der Arbeitsagentur,
war Gast bei Maischberger
[...] Zwar nannte Alt die Integration in den Arbeitsmarkt einen „Langstreckenlauf“. Er vergaß aber zu erwähnen, dass Mitarbeiter in der täglichen Arbeit völlig anders orientiert werden.
Sie sollen Menschen möglichst schnell (und mit dem Druck des Leitsatzes „Fördern und Fordern“) in den Arbeitsmarkt hinein und damit aus der Statistik herausbekommen.
[...] In den Agenturen vor Ort und bei den Sachbearbeitern gibt es dabei eine „Quotenorientierung“, die sich allerdings hinter solchen Begriffen wie „Eingliederungsbilanzen“ und „Aktivierungsquote“ verbirgt.

[...] Er (Alt) sei nämlich davon überzeugt, dass die meisten Menschen ein tiefes Bedürfnis nach einer befriedigenden Arbeit hätten, die ihnen die Teilhabe an unserer Arbeitsgesellschaft ermögliche. 
Brauchen wir dann wirklich eine Arbeitsmarktpolitik, die wie heute primär über verschärfte Zumutbarkeitsregelungen und der Androhung von Sanktionen funktioniert? Interessanterweise hat Alt zudem eingeräumt, dass man auf Dauer von Hartz IV nicht leben könne. Um allerdings später darauf hinzuweisen, dass es in der Statistik der über 6 Millionen Hartz IV Bezieher sehr viele Menschen gebe, die dauerhaft davon leben müssen.


 

Dienstag, 19. März 2013

#ltwHE Wahlkampf : Rüdiger Holschuh (SPD) besucht die Tafel

Landtagskandidat Rüdiger Holschuh besucht die Erbach-Michelstädter Tafel - SPD Michelstadt:



(nr) Bei einem Besuch in der Erbach-Michelstädter Tafel informierte sich Rüdiger Holschuh (SPD) vor Ort am Michelstädter Stadtring über die Arbeit der Tafel.

Holschuh dankte den Helferinnen und Helfern sowie den spendenden Betrieben und erklärte, dass es in einem der wirtschaftsstärksten Ländern der Welt , eigentlich ein Unding ist, dass es überhaupt Tafeln geben müsse. Gleichwohl sei es derzeit nicht hoch genug einzuschätzen, wenn sich so viele Menschen, wie in der Erbach-Michelstädter Tafel, bereit erklären, solidarisch denen zu helfen, die über so wenig Geld verfügen, dass sie auf die Tafel angewiesen sind.



nr @ spd.odenwald.tv redaktion

Mittwoch, 13. März 2013

Fragwürdige Quote - Warum Jobcenter die Leiharbeit puschen

Fragwürdige Quote

Warum Jobcenter die Leiharbeit puschen

hr-grafik Leiharbeiter (Bild: hr/ Grafik)Leiharbeit: eine gravierende Fehlsteuerung
Die Jobcenter vermitteln Arbeitslose immer öfter in Leiharbeit - gut für die Statistik, aber nicht immer gut für die Arbeitssuchenden. Vermittlungsquoten und eine boomende Leiharbeitsbranche befeuern diese Entwicklung. 

Wohnort Campingplatz

Wohnort Campingplatz - Plusminus - ARD | Das Erste:

Wohnort Campingplatz

Wenn's zur Miete nicht mehr reicht

Grafik: Camping-Wagen (Bild: hr-Grafik )Leben auf dem Campingplatz: Sie wären sonst verraten und verkauft
Schnee schieben muss Peter Weierstall auch hier. Ansonsten hat sein neues Zuhause auf dem Campingplatz nichts mehr mit dem alten zu tun. Seit kurzem lebt er hier gemeinsam mit Ehefrau Waltraud. Weil ihr Haus in der Stadt zu teuer war, haben die beiden kurz vor der Rente die Notbremse gezogen und alles verkauft. Jetzt leben sie hier – in einem Mobilheim. Waltraud Weierstall erzählt: "Das ist mir so schwer gefallen, das glauben sie gar nicht. Auch heute noch. Aber da muss ich durch." Peter Weierstall ergänzt: "Wir hätten das vielleicht noch geschafft, aber dann wäre nichts mehr da gewesen. Und ich hab keinen Bock, wenn ich mir einen Pullover kaufe, daran zu denken, dass mir das Geld woanders fehlt."


Früher hatten sie 160 qm. Jetzt sind es gerade mal 60. Aber statt 1.200 Euro bezahlen sie hier monatlich gerade mal 400 – inklusive aller Nebenkosten. Erstwohnsitz Campingplatz: Für die Weierstalls bedeutet das aber auch ein Risiko.Denn offiziell dürften sie hier gar nicht wohnen, mitten im Erholungsgebiet.Campingplatzbetreiber Ernst-Rudolf Müller drückt ein Auge zu. Man kennt sich schon lange. Andere weist er regelmäßig ab: "In den letzten Jahren sind diese Anfragen immer mehr geworden. Aus finanziellen Gründen und aus Gründen, die das Leben schreibt."

"Ausnahmsweise geduldet"

Auch er wird mit Erstwohnsitz Campingplatz nur... weiterlesen >>> http://nyc.de/ZLUPE8

Montag, 11. März 2013

Eine Jobcenter-Mitarbeiterin kämpft gegen Hartz IV

Gegen-Hartz.de: Eine Jobcenter-Mitarbeiterin kämpft gegen Hartz IV:

EINE JOBCENTER-MITARBEITERIN KÄMPFT GEGEN HARTZ IV


Interview mit Inge Hannemann

"Friedlich und konstruktiv gegen diese gewollte Abhängigkeit im System von Hartz IV und deren Umsetzung"

09.03.2013
Offenbar sehr zum Missfallen ihres Arbeitgebers engagiert sich Frau Inge Hannemann, Jobcenter-Mitarbeiterin aus Hamburg, mit ihrem Blog gegen Sanktionen und Ungerechtigkeiten im Hartz IV-System. Sie tritt öffentlich bei Veranstaltungen auf, weigert sich Strafen gegen ihre „Kunden“ auszusprechen und solidarisiert sich aktiv mit Betroffenen. Am Freitag sollte eine Anhörung seitens des Arbeitgebers stattfinden. Dazu hatte die Behörde kurzfristig eingeladen und dann überraschenderweise ebenso wieder schnell ausgeladen. Was ist passiert? Wir haben bei Frau Hannemann direkt nachgefragt:


Frau Hannemann, Sie wurden gestern durch ihren Arbeitgeber zu einer Anhörung vorgeladen. Wie ist das Gespräch verlaufen?

Das Gespräch wurde am Donnerstag Nachmittag...

Sonntag, 10. März 2013

Auch 2013: "Grosses Theater im Jobcenter-Odenwald"


Ausschnitt aus der Reportage "Die Hartz-Maschine" (NDR) Geschäfte mit der Arbeitslosigkeit: Rita  Knobel-Ulrich hat sich umgesehen im boomenden Wirtschaftszweig derer, die mit der Arbeitslosigkeit in Deutschland gutes Geld machen



Junge OdenwälderInnen unter 25 und Ältere über 50 sollen auch 2013 durch ein hoch subventioniertes Theaterprojekt ein unsicheres Betriebspraktikum (wieder) finden. In „ Titania“, frei nach Shakespeare, ließen die Teilnehmer dieses Theaterprojektes ihre eigenen Ideen, Wünsche und Vorstellungen mit einfließen. Mutig gaben sie vor ausgewählten, gleichgeschalteten Pressevertretern eine Kurzspektakel als Vorgeschmack auf die Premiere.

Am Mittwoch, 20. März 2013, wird die Uraufführung von „Was Ihr wollt, Titania“ im Saal des Bürgerhauses Höchst (Montmelianer Platz 4) stattfinden, Beginn 19.30 Uhr, Einlass ab 19.00 Uhr. Der Eintritt ist frei. Alle interessierten Bürgerinnen und Bürger sind eingeladen.

Für einen armseligen 6 stelligen Betrag, arbeitete das Kommunale Job-Center des Odenwaldkreises, schon im vorigen Jahr, mit der Projektfabrik gGmbH (Witten / Nordrhein-Westfalen) zusammen. Daran wollte man mit der zweiten Auflage anknüpfen: Mit diesem Hinweis leitete Michael Vetter, Kreisbeigeordneter und Beauftragter für Arbeit und Soziale Sicherung, die Pressekonferenz zum Ende der ersten Projektphase ein.




Deutsch: Factsheet Projektfabrik (PDF)

Freitag, 8. März 2013

Maulkorb für kritische Jobcenter-Mitarbeiterin?


"Jobcenter inside" Inge Hannemann


Inge Hannemann eine Mitarbeiterin des Jobcenters 
geht kritisch mit dem "Innenleben" eines Jobcenters um.


MAULKORB FÜR KRITISCHE JOBCENTER-MITARBEITERIN?

Soll eine kritische Jobcenter-Mitarbeiterin mundtot gemacht werden, weil sie Hartz IV öffentlich kritisiert?
Inge H. betreibt seit einiger Zeit einen privaten Blog (http://altonabloggt.wordpress.com/). Auf diesem deckt sie regelmäßig Missstände auf, kommentiert aktuelle Geschehnisse und kämpft für die Menschenrechte von Hartz IV Betroffenen. Mit spitzer Feder, aber auch Sachlichkeit und guten Recherchen schreibt sie über das Hartz-IV-System. Sie teilt öffentlich mit, dass sie nicht gegen die Bundesagentur für Arbeit kämpft, sondern für Etwas. Das besondere: Inge H ist selbst Mitarbeiterin der „Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration“ (BASFI) im „Jobcenter team.arbeit.hamburg“.

In ihren Beiträgen fordert sie wiederholt die Einhaltung des Grundgesetzes innerhalb der Hartz IV-Gesetze und spricht sich für Mitarbeiter/innen in den Behörden aus, die eine entsprechende Ausbildung bekommen und mit Empathie den Menschen auch in den Ämtern begegnen. In diesem Zusammenhang macht sie sich auch für die Abschaffung aller Sanktionen bei Hartz IV stark und kämpft gegen die alltägliche Willkür in den Jobcentern.

Soll Inge H. mundtot gemacht werden?

Eben jene Kritik hat nun die Stadt Hamburg als Arbeitgeber veranlasst, Inge H. zu einer Anhörung vorzuladen. In der Vorladung war unter anderem folgender skandalöser Satz zu lesen: „Über die Inhalte des Blogs und darüber, ob und wieweit Sie an diesen Inhalten in Zukunft festhalten oder davon abrücken möchte würden wir gern ein persönliches Gespräch mit Ihnen führen.“ Hier muss man sich fragen, ob ein versteckter Versuch der Einschränkung des Artikel 5 des Grundgesetzes vorliegt. Denn noch immer ist es jedem Menschen erlaubt, seine Meinung frei zu äußern. Zweifelhaft ist auch, dass die Vorladung nur zwei Tage vor dem Termin ausgehändigt wurde.

„Frau Inge H. braucht unsere Unterstützung“, mahnt Sebastian Bertram von der „gegen-hartz.de“ Redaktion. „Jeder Versuch sie mundtot zu machen, muss mit dem Herstellen einer breiten Öffentlichkeit und viel Protest begegnet werden“. Die Anhörung fand,am 8. März statt. Über den Fortgang werden wir weiter berichten. (sb)

Quelle: http://www.gegen-hartz.de/

Donnerstag, 7. März 2013

:KenFM - Jetzt REICHt‘s!

:KenFM  > Jetzt REICHt‘s!

Eben nicht. Der aktuelle Armutsbericht der BRD macht klar, was allen lange klar ist. Nichts wächst schneller als die Armut. Auch in Deutschland. 14-16% aller Deutschen sind von Armut bedroht. Arm TROTZ Arbeit. Wie geht das, wird der Laie da fragen. Diese Frage wundert, denn sie offenbart den vollständigen Verlust von Gedächtnis.

Arm TROTZ Arbeit ist so alt wie die Menschheit selber, nur nannte man früher das Kind beim Namen. Wer arm trotz Arbeit war, war eben ein Sklave. Heute heißen Sklaven Lohnarbeiter deren Löhne „der Markt“ jederzeit drücken kann. Die, die klassisch gegen Lohn zur Arbeit gehen, werden untereinander, sprich heute global, gegeneinander ausgespielt. Lohnabhängiges arbeiten ist Sklavenlohn, und Sklaven sollen wie schon immer in der Geschichte so wenig wie möglich kosten.
Das, was man ihnen damals wie heute zugestand, war eben nur das, was nötig war, damit sie übermorgen noch kommen - müssen. Zum Leben zu wenig, zum Sterben zuviel.
So schafft man Abhängigkeiten, damit die Besitzer, auch die der modernen Sklaven, weiter abhängen können.
Das ganze Gefasel der Regierenden über Verteilung ist eine Farce. Jeder weiß wie Ungleichheit entsteht.

Die einen haben fast alles, die anderen fast nichts. Die, die haben, haben die, die nichts haben, im Griff. Das nennt sich hier Demokratie, nur ist auch DIESE Demokratie ohne Gewalt gar nicht durchzusetzen. Der Staat ist das Werkzeug der Mächtigen, wusste schon Karl Marx.



DER Staat ist lange in Auflösung begriffen. Er wurde unter dem Deckmantel der EFFIZIENZ schon lange der Globalisierung geopfert. Effizienz ist im kapitalistischen Sinne nicht anderes als mit möglichst wenig Menschen möglichst viel Kapital zu schaffen.

Indem man Menschen durch Maschinen ersetzt, oder aber...

Mittwoch, 6. März 2013

Hartz IV: Wenn das Jobcenter zwingen will

Hartz IV: Wenn das Jobcenter zwingen will:

KEINE RECHTE BEIM AMT: WENN DIE EINGLIEDERUNGSVEREINBARUNG ERZWUNGEN WERDEN SOLL



Ein "Kunde" des Jobcenters Köln sollte eine Eingliederungsvereinbarung unterschreiben. Dieser wollte die Eingliederungsvereinbarung jedoch erst nach eingehender, rechtlicher Prüfung unterschreiben oder sich für einen Gegenvorschlag entscheiden. Auch das Nichtunterschreiben der EGV, Eingliederungsvereinbarung, war für ihn eine Option. Immerhin kann eine EGV auch einen Eingriff in die Vertragsfreiheit bedeuten.

Obwohl der "Kunde" drei Mal darauf hingewiesen hat, dass er sich Bedenkzeit erbeten möchte, forderte ihn die Sachbearbeitung auf, den Vertrag zu unterzeichnen, da der Steuerzahler, der dem Kunden das Geld zum Überleben gibt, ein Recht darauf hätte.

Erst nach dem dritten Hinweis auf sein Recht der Bedenkzeit wurde dem Kunden die EGV mitgegeben. Nach dem der "Kunde" sich vom Druck und der Unverschämtheit der Sachbearbeitung gelöst hatte formulierte er eine Feststellungsklage für das Sozialgericht. Neben den üblichen Bedingungen, die das Jobcenter in einer EGV hineinschreibt, welche aber dort gar nicht stehen dürfen, da sie ohnehin schon im SGBII enthalten sind, wehrt sich der "Kunde" vor allem gegen die der EGV zugehörigen Sanktionsandrohung. So soll das Sozialgericht nicht nur feststellen, ob es sich um ein sanktionsfähiges Rechtsverhältnis handelt oder nicht, sondern auch, ob die Sanktionen verfassungswidrig sind oder nicht. So heißt es zu diesem Punkt in der Klageschrift:

"Ich halte die EGV auch insofern für Rechtswidrig, da sie mich...

Twitter / JoachimSMueller: #Armutsbericht BRD: Es ...

Twitter / JoachimSMueller: #Armutsbericht BRD: Es ...:

#Armutsbericht BRD: "Es █████████ geht ████████████ allen ██████████████ gut █████████████████████ ██████ ███████████████ █████████████████ ."



Joachim S. Müller ‏@JoachimSMueller

Bundesregierung wirbt für Gründungskultur in Deutschland

Bundesregierung wirbt für Gründungskultur in Deutschland:
Vertreter der Bundesregierung sprachen sich auf der CeBIT für die Finanzierung junger Unternehmer und einer Unternehmensgründern entgegenkommenden Kultur aus.

Montag, 4. März 2013

Jugend ohne Arbeit im Odenwaldkreis

Jugend ohne Arbeit im Odenwaldkreis | Echo Online - Nachrichten aus Südhessen:

Jugend ohne Arbeit im Odenwaldkreis

Soziales – Laut DGB sind zwölf Prozent der Erwerbslosen jünger als 25 Jahre
ODENWALDKREIS. 

Es sei untragbar, dass zwölf Prozent der registrierten Erwerbslosen im Odenwaldkreis jünger sind als 25 Jahre, sagte DGB-Regionssekretär Horst Raupp beim DGB-Oberzent in Beerfelden. Von den 3197 Erwerbslosen seien 384 jünger als 25. 

Der DGB Oberzent fordert daher ein Grundrecht auf Ausbildung für alle Jugendlichen und die Einführung einer gesetzlichen Ausbildungsumlage. Raupp: „Im Odenwaldkreis stehen laut Bericht der Arbeitsagentur 3197 registrierten Erwerbslosen und 5187 gemeldeten Arbeitssuchenden ganze 458 offene Stellen gegenüber. Das passt nicht zu den Klagen der Arbeitgeber über angeblichen Fachkräftemangel.“ Das beste Argument gegen Fachkräftemangel ist nach Auffassung des DGB die Ausbildung junger Menschen, ihre Übernahme nach der Berufsausbildung in ein unbefristetes Arbeitsverhältnis und die Qualifizierung von Erwerbslosen.


Der DGB fordert zudem Ausbildungsvergütungen und Löhne, die selbstbestimmtes Leben ermöglichen: Schlecht bezahlte Billigjobs und Leiharbeit müssten zurückgedrängt werden, sonst brauche sich die Politik über sinkende Geburtenzahlen nicht zu wundern: „Niedriglohn und befristete Beschäftigung sind das sicherste Verhütungsmittel.“

Sorgen bereitet dem DGB die massive Zunahme von Leiharbeit. Zur Zeit gibt es im Odenwaldkreis 1216 Leiharbeiterinnen und Leiharbeiter. „Die Armut trotz Arbeit nimmt sprunghaft zu. Wenn es nicht gelingt, prekäre Beschäftigung einzudämmen, den Missbrauch von Leiharbeit zu stoppen und das Rentenniveau auf dem jetzigen Niveau zu stabilisieren, wird Altersarmut zu einem Massenphänomen, das weit bis in die Mittelschicht hineinreicht“. Der DGB fordert deshalb einen grundlegenden Politikwechsel.

Samstag, 2. März 2013

Ortstermin mit der Armut

| Echo Online - Nachrichten aus Südhessen:

Kreistour – Bei seiner Rundreise besucht Landrat Klaus Peter Schellhaas die Tafel in Dieburg – Werbung um Spenden
Seit sieben Jahren gibt es die Dieburger Tafel. Sie zählt inzwischen rund 2700 Kunden. Foto: Klaus Holdefehr
| | Seit sieben Jahren gibt es die Dieburger Tafel. 
Sie zählt inzwischen rund 2700 Kunden. 
Foto: Klaus Holdefehr

Armut ist gesellschaftliche Realität
„Eine Realität, die schlicht traurig ist“.


[...] Wäre Landrat Klaus Peter Schellhaas ein klein wenig früher gekommen, hätte er zur Öffnung der Ladentüren in der Industriestraße die nicht eben kleine Gruppe bedürftiger Menschen gesehen, die auf Einlass warteten.
 
[...] Ein älterer Kunde sagt: „Ich bin Hartz-IV-Empfänger, und das Geld reicht nicht einmal zum Einkauf beim Discounter. Da kann man froh sein, dass die Tafel da ist. Ich darf als Ein-Personen-Haushalt drei Mal die Woche hier einkaufen und ich bin hier Kunde, seit die Tafel aufgemacht hat. Ohne die Tafel käme man mit dem Geld nicht über die Runden.“ Und eine Frau mit slawischem Akzent berichtet: „Ich und meine Familie Empfänger von Hartz IV. Sind vor 18 Jahren aus Russland gekommen, aber ich in meinem Alter von 63 Jahren kann nicht mehr finden Arbeit. Tafel ist große Hilfe für mich und meine Familie, denn von Geld bleibt nicht viel übrig.“


[...] „Die Gesellschaft entwickelt sich auseinander. Das ist besorgniserregend.“ Besonders erwähnt er in diesem Zusammenhang die Menschen, die einer Beschäftigung nachgehen und ihr Einkommen trotzdem bei der Kreisagentur aufstocken lassen müssen, um über die Runde zu kommen.


[...] Landrat Schellhaas interessiert sich bei seinem Besuch auch für Möglichkeiten konkreter Unterstützung. „Spenden“, sagt Luetz und „ein Auto“, was den Landrat kurz schlucken lässt. Um so mehr freut es ihn zu hören, dass die Sparkasse Dieburg zu einem der beiden Kühltransporter 10 000 Euro beigetragen hat. Zum Abschied verspricht Schellhaas, am Abend vor der IGD mit dem Zaunpfahl nach weiteren Spenden zu winken.


Und sie ignorieren und lügen weiter!

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