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Dienstag, 25. März 2014

Hartz IV Betroffene vom Mindestlohn ausgeschlossen

Hartz IV Betroffene vom Mindestlohn ausgeschlossen


Der Mindestlohn kommt – aber mit Ausnahmen. Das verkündete Bundesarbeitsministerin Andreas Nahles (SPD) am vergangenen Mittwoch in Berlin. Die Parteichefs der großen Koalition einigten sich demnach auf zahlreiche Ausschlüsse vom Mindestlohn in Höhe von 8,50 Euro. So soll für Hartz IV-Bezieher eine Karenzzeit eingeführt werden, in der sie keinen Anspruch auf den Mindestlohn haben. Das bedeutet, dass es defacto keinen Mindestlohn für Hartz IV Betroffene gibt."

Karenzzeit beim Mindestlohn für Hartz IV-Bezieher 

Am härtesten trifft die Ausnahmeregelung beim Mindestlohn aber Erwerbslose, die länger als ein Jahr auf staatliche Leistungen angewiesen sind, also Hartz IV-Bezieher. Werden sie von einem Arbeitgeber eingestellt, haben sie im ersten halben Jahr der Beschäftigung keinen Anspruch auf den Mindestlohn. Welche Konsequenzen das in der Praxis haben wird, ist absehbar: Die Arbeitgeber profitieren von der Regelung, in dem sie Erwerbslose zu unterirdischen Konditionen befristet für ein halbes Jahr einstellen oder nach einem halben Jahr wieder entlassen. Der zuvor erwerbslose Arbeitnehmer kann dann wieder einen Hartz IV-Antrag beim Jobcenter stellen und hat überhaupt nichts gewonnen. Sehr wahrscheinlich musste er während der sechsmonatigen Beschäftigung aufgrund seines geringen Gehalts ohnehin mit Hartz IV aufstocken, so dass sich tatsächlich nichts für ihn ändert. 

Statt gezielt Hilfen für Hartz IV-Bezieher zu schaffen, zeigt die große Koalition mit dieser Regelung erneut, dass sie offensichtlich kein Interesse daran hat, die Situation von Erwerbslosen zu verbessern. Und schlimmer noch: 
Mit der Karenzzeit beim Mindestlohn wird Unternehmen Tür und Tor geöffnet, sich an Hartz IV-Beziehern – staatlich subventioniert - zu bereichern. (ag)
Alles lesen:  http://nyc.de/1jow5hq

Samstag, 22. März 2014

Arbeitsagentur in Kritik: Viele Arbeitslose landen in der Zeitarbeit

Arbeitsagentur in Kritik: Viele Arbeitslose landen in der Zeitarbeit - Wirtschaft - Stuttgarter Nachrichten:

Die Bundesagentur für Arbeit ist in die Kritik geraten, weil sie Arbeitslose oft in die Leiharbeit abschiebt. Dadurch stehen die Betroffenen zwar nicht mehr als Arbeitslose in der Statistik, geholfen ist ihnen damit aber trotzdem nicht: Für etwa die Hälfte der Leiharbeiter dauert ein Job nur drei Monate.
Stuttgart/Nürnberg - Die Mitarbeiter der Bundesagentur für Arbeit haben so hohe Vorgaben, dass sie für eine schöne Statistik bisweilen gegen die Interessen ihrer Kunden – die Arbeitslosen – handeln. So beschreibt der Bundesrechnungshof in einem internen Prüfbericht, der unserer Zeitung vorliegt, die Situation bei der Bundesagentur für Arbeit (BA). Das ist ein Grund, warum Jobvermittler Arbeitslose bisher oft in die Zeitarbeit vermitteln.
Doch obwohl der Bericht auf den November 2012 datiert und die BA bei der Zeitarbeit Besserung gelobt hat, hat sich offenbar wenig geändert. Das ist zumindest das Ergebnis einer Kleinen Anfrage der Grünen an die Bundesregierung. „Es scheint so, als ob bei der Vermittlungstätigkeit bisher wenig verändert worden ist“, sagt Beate Müller-Gemmeke, Sprecherin für Arbeitnehmerrechte bei den Grünen. Der Antwort der Bundesregierung zufolge, die unserer Zeitung vorliegt, kamen 2013 im Jahresdurchschnitt immer noch 30 Prozent der gemeldeten offenen Arbeitsstellen aus der Leiharbeitsbranche. Zwischen Dezember 2012 und November 2013 sind 320.277 Arbeitslose in der Zeitarbeit untergekommen. Das sind 17,5 Prozent aller Wiedereinsteiger. Damit ist die Zeitarbeit die Branche, in der die meisten Arbeitslosen landen.
„Vor dem Hintergrund, dass der Anteil der Leiharbeiter unter allen Beschäftigten weiterhin nur bei rund zwei Prozent liegt, sind die gemeldeten Stellenangebote ...weiterlesen ► http://nyc.de/1lZRESC

Freitag, 21. März 2014

Spaziergang für Arbeitslose * Exakt aktiv fit stricken fürs Amt

Subventionsbetrug? 

Von den Jobcentern werden Wiedereingliederungkurse auch an private Bildungsträger vergeben. Bis zu 3000 Euro erhalten dubiose Anbieter für jeden Kursteilnehmer. Es besteht Anwesenheitspflicht. Erscheint der Teilnehmer nicht zum Kurs, droht eine Kürzung der Bezüge. Doch die Qualität der Maßnahmen ist oft zweifelhaft."

Im sächsischen Quedlinburg mussten 20 Frauen und Männer an einer Qualifizierungsmaßnahme teilnehmen.Auf Handyaufnahmen ist zu erkennen, dass den Teilnehmern offensichtlich nicht viel Weiterbildung vermittelt wurde. Man sieht, dass die Teilnehmer eher gegen die Langeweile kämpften. Es wurde gelegentlich privat im Internet gesurft , Pornos geschaut, oder Spiele gespielt. Weiterhin stand rauchen und "Spazierengehen durch die Innenstadt" auf dem Programm.

Donnerstag, 6. März 2014

Gegen Hartz IV - Die Bundesregierung plant weitere Verschärfungen...

Gegen Hartz IV - Die Bundesregierung plant weitere Verschärfungen...:





Mittwoch, 5. März 2014

Studie belegt: Hartz-IV-Empfänger sind nicht faul, antriebsarm oder unsozial

Studie belegt: Hartz-IV-Empfänger sind nicht faul:



Bochum (ek). Hartz -IV-Empfänger unterscheiden sich in ihrer Einstellung zur Arbeit nicht grundsätzlich von Berufstätigen. Das ist das Ergebnis einer Studie der Ruhr-Universität Bochum (RUB) in Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Jobcenter Kaufbeuren.

Passgenaue Beratung

Die Gesamtergebnisse geben grobe Trends und Wahrscheinlichkeiten wieder, zum Beispiel ist es weniger wahrscheinlich, dass die Führungsmotivation bei Arbeitssuchenden hoch oder überdurch-schnittlich ausgeprägt ist. Sie sagen aber nichts über den jeweiligen Einzelfall. „Jeder Arbeitssuchende ist einzigartig und benötigt demnach auch eine entsprechende individuelle Beratung“, sagt Dr. Philip Frieg vom Projektteam Testentwicklung. Hier bietet der Einsatz des BIP-Fragebogens eine gute Ausgangslage, um passgenaue Beratung und Maßnahmen zu entwickeln.


Weitere Informationen:

http://www.testentwicklung.de/mam/forschungsbericht_jobcenter.pdf – Link zur Studie

http://testentwicklung.de – Projektteam Testentwicklung

Jobcenter: Geld für die Bürokratie, nicht für die Arbeitslosen | DEUTSCHE WIRTSCHAFTS NACHRICHTEN


Arbeitsministerin Nahles äußerte sich bisher nicht zu den immensen Verwaltungskosten der Arbeitsagentur. (Foto: dpa)
Jobcenter: Geld für die Bürokratie, nicht für die Arbeitslosen | DEUTSCHE WIRTSCHAFTS NACHRICHTEN: "
Die Bundesagentur für Arbeit spart Millionen bei der Vermittlung von Arbeitslosen ein. Diese Gelder werden in die eigene Verwaltung umgeleitet. Die Verwaltungskosten stiegen so in den letzten vier Jahren um das Zwanzigfache."

Die Verwaltungskosten der Bundesagentur für Arbeit (BA) steigen seit vier Jahren exorbitant an. Wie aus einer kleinen Anfrage der Grünen hervorgeht, verwendet die BA einen Großteil der Gelder, die für die Vermittlung von Langzeitarbeitslosen gedacht sind, für die eigenen Personalkosten.

Für die Vermittlung von Langzeitarbeitslosen sind sogenannte „Leistungen zur Eingliederung“ vorgesehen. Darunter werden Umschulungen, Weiterbildungen, Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen, Trainings und Praktika zusammengefasst. Auch Zuschüsse für Fahrt- und Bewerbungskosten sind darin enthalten. Die dafür bereitgestellten Gelder sind in erster Linie dazu gedacht, Erwerbslose wieder in den Arbeitsmarkt zu integrieren.

Die Sinnhaftigkeit der Maßnahmen für den jeweiligen Arbeitslosen sind für die BA dabei zweitrangig. Die Jobcenter gehen dabei mit den Arbeitslosen wie mit Schulkindern um (mehr hier).

Wichtiger als die Vermittlung scheint den Jobcenter dabei zu sein, dass Arbeitslosezeitweise aus der Statistik fallen. Die BA wird dabei immer kreativer, wenn es darum geht bei diesem Prozess Gelder zu Lasten der Arbeitslosen einzusparen.

Im letzten Jahr veranschlagte die BA für diese Maßnahmen noch vier Milliarden Euro, ausgegeben hat sie jedoch deutlich weniger. Die verbliebenden 445 Millionen Euro wurden nicht in die Vermittlung von Arbeitslosen, sondern in die Verwaltungskosten umgeleitet. Dadurch blieben mehr als 11 Prozent der Fördergelder zur Eingliederung ungenutzt, wie der Spiegel berichtet.
Die Verwaltungskosten der Bundesagentur für Arbeit explodierten förmlich in den letzten Jahren. (Quelle: Bundesministerium für Arbeit und Soziales)
Die Verwaltungskosten der Bundesagentur für Arbeit explodierten förmlich in den letzten Jahren. (Quelle: Bundesministerium für Arbeit und Soziales)
Seit 2006 dehnen sich die Bürokratiekosten der BA stetig aus. Im Jahr 2010 waren es noch 15 Millionen Euro, die aus den Fördergeldern in die Verwaltung gesteckt wurden. Zwei Jahre später explodierte diese Summe bereits auf 150 Millionen Euro. Im vergangenen Jahr  ...weiterlesen im Originaltext ► http://nyc.de/MLN3He

Samstag, 1. März 2014

Die Abschaffung der Arbeit | Sein Redaktion

Die Abschaffung der Arbeit | Sein Redaktion:

Kaum einer kann sie leiden, fast niemand hinterfragt sie wirklich. Kann man Arbeit abschaffen? Der Anarchist Bob Black fordert die Abschaffung der Arbeit.


Arbeit=Folter?

Die Herkunft des Begriffs Arbeit sei unklar heißt es auf Wikipedia, er ist entweder verwandt mit dem indoeuropäischen „orbh": „ein zu schwerer körperlicher Tätigkeit verdungenes Kind" oder mit dem slawischen „robota" („Knechtschaft", „Sklaverei"). Im Alt- und Mittelhochdeutschen überwiege die Wortbedeutung „Mühsal", „Strapaze", „Not". Das französische Wort „travail" hingegen leite sich von einem frühmittelalterlichen Folterinstrument ab.
Damit wären wir schomal beim Thema: Ist Arbeit eine eigentlich unzumutbare Folter für den Menschen? Gehört sie abgeschafft? Kann man sie überhaupt abschaffen?
Das mag zunächst wie ein verrückter Gedanke klingen. Das Konzept von Arbeit ist so tief in unserer Kultur verankert, dass wir gar nicht mehr sehen können, dass es nur ein Konzept ist, welches wir künstlich am Leben erhalten. Schon der gesamte politische Zirkus, der unsere Medien dominiert, dreht sich hauptsächlich um eines: Arbeitsplätze, das Recht auf Arbeit, die Verhinderung von Arbeitslosigkeit, Arbeitslöhne, Arbeitszeiten, Arbeitsumstände... weiterlesen ► http://nyc.de/1jJ1F6f